Whiskey Sour

Whiskey Sour beinhaltet Whiskey, Zitronensaft, Zuckersirup und optional Eiweiß. Ein guter Whiskey Sour hat die perfekte Balance aus Süße, Säure und dem Aroma fassgereiften Whiskeys. Der Traditionsreiche Whiskey Cocktail ist seit Jahrhunderten beliebt und wird in den besten Bars der Welt serviert.

Whiskey Sour

Rezept für den original Whisky Sour

Whisky Sour Zutaten:

Anleitung & Zubereitung eines Whiskey Sour

  • Der erste Schritt nennt sich „Dry Shake“. Dazu alle Zutaten ohne Eis in einen Cocktailshaker geben und 12 Sekunden schütteln.
  • Dann folgt der „Wet Shake“. Dazu die Eiswürfel zu den anderen Zutaten in den Shaker geben und wieder 12 Sekunden schütteln.
  • Den Inhalt des Shakers in ein geeignetes Glas abseihen.
  • Optional: Den Cocktail mit einer Orangenscheibe und einer Cocktailkirsche garnieren.

Die Zubereitung eines Whisky Sour Cocktails als Video


Wie mache ich Zuckersirup selbst?

Whisky Sour ohne Zuckersirup? Das muss nicht sein! Ich zeige dir wie Zuckersirup herstellen ganz einfach geht. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen:

  1. Simple Syrup
  2. Rich Simple Syrup
  3. verschiedenen Zuckerarten

Einfach und Bewährt: Simple Sirup mit haushaltsüblichem Zucker

Zuckersirup selbst herstellen ist einfach. Man löst einfach eine bestimmte Menge Zucker in Wasser – und fertig ist der Sirup. Für Whisky Sour wird häufig Simple Sirup genutzt, welcher ein Zucker zu Wasser Verhältnis von 1:1 hat. Für 500ml Simple Sirup nimmt man dazu 500ml Wasser und rührt 500g Zucker hinein. Schneller geht es, wenn man das Wasser vorher erwärmt. Es sollte aber nicht kochen, da dadurch Wasser verdampft, was dazu führen kann, dass das Verhältnis nicht mehr stimmt. Simple Sirup schmeckt super im Whisky Sour, da er nicht zu süß ist. Er sollte aber nicht all zu lange gelagert werden, da er durch den relativ geringen Zuckeranteil anfangen kann zu schimmeln.

Süßer und länger haltbar: Rich Simple Sirup

Rich Simple Sirup ist süßer als simple Sirup und hat ein Zucker zu Wasser Verhältnis von 1:2. Das macht ihn sicherer in der Aufbewahrung, da sich Bakterien aufgrund des Zuckers schlecht vermehren können. Er ist ein wenig dickflüssiger als der Simple Sirup und eignet sich auch sehr gut für Whisky Sour. Allerdings muss man darauf achten, auch entsprechend weniger Sirup zum Mixen zu verwenden. Wenn man den Whisky Sour mit Rich Simple Sirup mischt, sollte man ein Drittel weniger Sirup verwenden als beim Simple Sirup. Bei unserem Rezept wären das für eine Portion dann 1,3cl Rich Simple Sirup.

Für Experimentierfreudige: Verschiedene Zuckerarten

Außer dem Haushaltsüblichen weißen Zucker gibt es natürlich noch weitere Zuckerarten, die sich im Geschmack, Aussehen und Preis voneinander unterscheiden. In dieser Tabelle findest du alle Infos zu den Zuckerarten im Überblick:

Zuckerart Vorteile Nachteile
Weißer Zucker + hoher Reinheitsgrad

+ vielseitig verwendbar

+ haltbar

- kein Ernährungstechnischer Mehrwert

- teurer als weißer Zucker

Brauner Zucker + hoher Reinheitsgrad

+ vielseitig verwendbar

+ haltbar

- vom Geschmack sehr ähnlich zum weißen Zucker

- ist oft nur gefärbt

- kein Ernährungstechnischer Mehrwert

- teurer als weißer Zucker

Roh-Rohrzucker + erhöhter Nährstoffanteil

+ hat stärkeren Eigengeschmack als weißer Zucker

+ aromatisch

+ haltbar

- Ist im Gegensatz zum Vollrohrzucker teilraffiniert

- hat dadurch weniger Nährstoffe

- teurer als weißer oder brauner Zucker

Vollrohrzucker + Höchster Nährstoffanteil von allen Zuckersorten

+ starker Eigengeschmack

+ häufig in Bio-Qualität verfügbar

- weniger lange haltbar als die anderen Zuckersorten

- Da es sich um ein Natur-produkt handelt, treten natürliche Schwankungen in Geschmack und Farbe auf

- ist die teuerste der hier genannten Zuckersorten


Wie mixe ich Whiskey Sour ohne Cocktail Shaker?

Wenn du keinen Cocktailshaker zuhause hast, ist das kein Problem. Du kannst dir mithilfe von Alternativen trotzdem deinen Whisky Cocktail mixen. Alles was du brauchst ist ein sauberes, verschließbarer Gefäß mit einem ausreichend großen Fassungsvermögen und einer ausreichend großen Öffnung. Dafür eignen sich zum Beispiel ausgewaschene Einmach- oder Marmeladengläser oder auch Frischhalteboxen.


Welcher Whisky eignet sich für Whisky Sour?

Ein guter Whisky Sour lebt von der perfekten Balance aus Süße, Säure und dem Aroma guten Whiskys. Die Qualität der Zutaten spielt hierbei eine zentrale Rolle. Geschmäcker sind zwar verschieden, aber ein schlechter Whisky lässt sich doch ziemlich schnell erkennen. Wenn der Whisky scharf schmeckt, nach schlechtem Vanillearoma riecht und an Lösungsmittel erinnert, solltest du gar nicht erst probieren damit einen guten Whisky Sour Cocktail zu mixen. Die meisten der billigsten Whiskys aus dem Discounter sind also nicht gut dafür geeignet. Es muss aber auch nicht gleich der teuerste Tropfen sein. Für ca. 20-30€ die Flasche bekommt man häufig schon qualitativ gute Whiskys, mit denen man zu guten Ergebnissen kommt. Grundsätzlich eignen sich viele Whisky-Arten für Whisky Sour, das amerikanische Original wird aber am häufigsten mit Bourbon zubereitet.

Bourbon wird aus einer Maische hergestellt, die mindestens zu 51% aus Mais bestehen muss. Die übrigen 49% können dabei aus unterschiedlichen Getreidearten bestehen. Meistens ist das Gerste, Roggen oder Mais.


Woran erkenne ich einen guten Bourbon?

Ein guter Bourbon Whisky ist vergleichsweise mild am Gaumen, weich im Abgang und hat feine Geschmacksnoten von Vanille, Eiche, Früchten, Gewürzen und Honig. Der Geschmack sollte komplex, aber nicht künstlich verstärkt sein.

Hier sind einige Beispiele für Einstiger-Whiskys im unteren Preisbereich:

Maker's Mark, Four Roses oder Knob Creek.


Whisky Sour ohne Ei oder mit Ei?

Whiskey Sour ohne Ei

Einige, die zum ersten Mal von einem Cocktail mit rohem Eiweiß hören sind erst einmal skeptisch. Man kann es ihnen nicht verübeln, denn tatsächlich können sich in rohen Eiern Salmonellen vermehren und beim Verzehr zu einer Salmonelleninfektion führen. Deshalb ganz wichtig: Nur möglichst frische und kühl gelagerte Eier verwenden! Dann kann am wenigsten passieren. Wenn du dennoch Bedenken hast, solltest du den Whisky Sour mit dem Rezept ohne Eiweiß zubereiten. Ich persönlich hatte bei den vielen Whisky Sours die ich bisher getrunken habe aber noch nie Probleme mit Salmonellen.

Wenn man super frische Eier verwendet sorgt das Eiweiß für einen runderen Geschmack und verbindet die Aromen der übrigen Zutaten schön miteinander. Außerdem bekommt man durch das Schütteln mit Eiweiß eine schöne Schaumkrone, die den Cocktail optisch aufwertet. Mir persönlich schmeckt der Whisky Sour mit Eiweiß am besten.

Als alternative zu frischen Eiern eignet sich auch Eiweisspulver. Dieses ist länger haltbar und lässt sich bei Bedarf einfach mit Wasser anrühren. Ein Teelöffel entspricht dabei ungefähr einem halben Eiweiss. Das Pulver beim Mixen am besten als letztes in den Shaker geben, damit es sich gut mit den anderen Zutaten vermischen kann.


Wie mixe ich einen Whisky Sour vegan?

Als vegane Alternative zum Eiweiß eignet sich das Wasser aus einer Dose Kichererbsen. Dieses Wasser wird auch Aquafaba genannt. Dazu das Eiweiß aus meinem Rezept einfach durch 2cl Wasser aus einer Dose Kichererbsen ersetzen und genau gleich wie das Eiweiß verarbeiten.

Im Wasser befinden sich ähnliche Proteine wie im Eiweiß, wodurch der Cocktail gebunden wird und eine schöne Schaumkrone entsteht.

Wenn du kein Wasser aus Dosenkichererbsen verwenden möchtest kannst du auch Aquafaba aus der Flasche kaufen. Fee Foam bekommst du zum Beispiel in diesem Shop.


Welches Glas benutze ich um den Whisky Sour zu servieren?

Whisky Sour wird am häufigsten in einem Tumbler-Glas oder in einem schön verzierten Old Fashioned Glas serviert. Sehr hochwertig sind hierbei Gläser aus Bleikristall bzw. geschliffenem Bleiglas. Es eignen sich aber auch klassische Cocktailgläser mit langem Stiel.

Der wichtigste Aspekt bei der Wahl des richtigen Glases ist meiner Meinung nach, dass das Glas zum Ambiente passt, in dem ihr euren Whisky Sour trinkt. Aus dem richtigen Glas getrunken macht ein guter Whisky Sour noch mehr Spaß.

Eine Auswahl verschiedener Gläser findest du im Netz bei einschlägigen Shops.


Wie dekoriere ich einen Whisky Sour?

Zum garnieren deines Cocktails wie ein guter Barkeeper kannst du Orangenscheiben einschneiden und auf den Glasrand stecken oder eine Cocktailkirsche (auch Maraschino Kirsche genannt) auf die Schaumkrone legen. Für eine zusätzliche Geschmackskomponente und einen schönen Look kannst du auch ein oder zwei Spritzer Angostura-Bitter auf die Schaumkrone setzen.

Whiskey Sour Dekoration


Wie viele Whisky Sour darf ich trinken?

Prof. Dr. Helmut Seitz und Prof. Dr. Gerhard Bühringer von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen empfehlen bezüglich der Grenzwerte für den Konsum alkoholischer Getränke:

„Jeder Mensch hat ein individuell unterschiedliches Risiko für alkoholbezogene Störungen, bedingt durch das Zusammenspiel seiner genetischen Ausstattung und seiner Lernerfahrungen. (…). Folgende Werte gelten für den gesunden Menschen ohne genetische und erworbene gesundheitliche Belastung: Die risikoarme Schwellendosis im Umgang mit Alkohol beim gesunden Menschen ohne zusätzliches genetisches oder erworbenes Risiko liegt beim Mann bei 24g Alkohol pro Tag und bei der Frau bei 12g Alkohol pro Tag. (…). Bei dieser Alkoholdosis sollten mindestens 2 alkoholfreie Tage pro Woche eingehalten werden."

Weitere Infos erhälst du auch auf den Informations-Portalen Maßvoll Genießen und Kenn dein Limit!

Wenn man in unserer Nährwerttabelle schaut sehen wir, dass ein Whisky Sour (225g) ca. 18,7g Alkohol enthält. Man kann als Mann also risikoarm einen Whisky Sour zum Feierabend trinken, wenn man ein zwei Tagen in der Woche keinen Alkohol trinkt. Frauen dürfen dementsprechend einen kleinen Whisky Sour (145g) zum Feierabend trinken. Für unser Rezept heißt das einfach: von allem ein Drittel weniger nehmen.


Was ist der Unterschied zwischen Whisky Sour und Whiskey Sour?

Whisky Sour tritt immer wieder auch in der Schreibweise Whiskey Sour auf. Manche schreiben auch Whisky Sauer, Whiskysauer oder Whiskysour. Doch welche Schreibweise ist nun die richtige? Das kommt drauf an, aus welcher Richtung man schaut. Schauen wir im größten amerikanischen Online-Wörterbuch wird die Schreibweise „Whiskey“ vorgeschlagen. Schaut man im Duden, wird die Schreibweise „Whisky“ vorgeschlagen. Da Whiskey Sour ursprünglich im amerikanischen Raum populär wurde, könnte man sagen, dass die Schreibweise mit dem extra Buchstaben richtig ist. Insbesondere dann, wenn man den Whiskey Cocktail mit Straight Bourbon Whiskey zubereitet.

Wenn im europäischen Raum von Whisky geredet wird, ist aber eben auch häufig der schottische Scotch Whisky gemeint. Und den schreibt man so: Whisky.

Letztendlich ist es egal wie man ihn schreibt. Gemeint ist natürlich eines: Der leckerste Cocktail mit Whisk(e)y auf dieser Erde!

Auf dem folgenden Diagramm kannst du sehen, welcher der beiden Begriffe in Deutschland in den letzten zwölf Monaten häufiger bei Google gesucht wurde.

Whisky Sour Google Trends

Wo kann ich die Zutaten für Whisky Sour einkaufen?

Die meisten Zutaten bekommst du im Supermarkt deines Vertrauens. Achte darauf, Bio-Zitronen und Bio-Eier zu kaufen. Zuckersirup kannst du entweder als fertigen Bar-Sirup kaufen oder noch besser: Mit Zucker und Wasser selbst herstellen. Eiswürfel gibt es in Form von Crushed-Ice oder als ganze Eiswürfel (meistens Hohlkegeleiswürfel). Am besten sind hier ganze Eiswürfel, die nicht hohl sind.

Guter Straight Bourbon Whisky ist hingegen schwieriger im Supermarkt zu finden. Whisky's die man dort häufig antrifft sind zum Beispiel Maker's Mark, Four Roses oder Knob Creek.


Wissenswertes zu Whisky Sour

Die Geschichte des Whisky Sours

Die Cocktailvariante „Sour“ wurde 1862 im Buch "Bar Tender’s Guide by Jerry Thomas" schriftlich erwähnt.

Die Idee, Zitrone, Zucker und Spirituosen zu mischen entstand aber schon viel früher, an Bord der vielen Schiffe mit denen zur damaligen Zeit Handel betrieben wurde. Auf diesen Schiffen herrschte häufig Wasserknappheit und die Matrosen litten aufgrund von Vitamin C Mangel unter der gefährlichen Krankheit Skorbut. Zitronen und Spirituosen waren selbst auf See haltbar und konnten durch das Vitamin C in der Zitrone die Ausbreitung von Skorbut verhindern. Wann immer die Seemänner an Land gingen, verbreitete sich dieses Rezept und Sours mit Rum oder Brandy wurden zum Standard jeder Bar, die etwas auf sich hielt.

Der Whisky Sour wurde im Januar 1870 das erste mal in der US-Amerikanischen Tageszeitung „The Waukesha Plaindealer“ erwähnt.

Die Popularität von Whisky Sour stieg weiter an und so wurde er schnell zu einem Klassiker, der in keiner Bar fehlen durfte. 1879 Schrieb die große Amerikanische Tageszeitung „The Atlanta Daily Constitution“: „When American meets American, then comes the Whiskey Sour“.


Nährstoffe von Whisky Sour

Wie viele kcal hat ein Whisky Sour? Hier findest du es heraus. Eine Portion (225g) enthält:

Wasser 169 g
Energie 277 kcal
Fett 0,18 g
Davon ges. Fettsäuren 0,014 g
Kohlenhydrate 36,2 g
davon Zucker 36,2 g
Eiweiß 0,18 g
Salz 0,17 g
Alkoholanteil Whisky Sour 18,7 g

Spurenelemente und Vitamine im Whisky Sour:

Calcium, Ca 4,5 mg
Eisen, Fe 0,202 mg
Magnesium, Mg 2,25 mg
Phosphor, P 13,5 mg
Kalium, K 49,5 mg
Zink, Zn 0,135 mg
Kupfer, Cu 0,011 mg
Selen, Se 0,675 µg
Vitamin C 4,5 mg
Thiamin 0,025 mg
Riboflavin 0,02 mg
Niacin 0,0007 mg
Cholin 1,58 mg

Quelle der Daten ist das U.S. DEPARTMENT OF AGRICULTURE


Die 5 häufigsten Fehler beim Whisky Sour Cocktail

Falsches Verhältnis von Süße, Säure und Whisky

Schmeckt dein Whiskey Sour zu sauer oder zu süß? Oder hast du das Gefühl dein Drink schmeckt verschlossen und kann sich nicht richtig entfalten? Das mag daran liegen, dass die Balance zwischen Säure, Süße und Stärke nicht ganz stimmt. Um diesen häufigen Fehler zu vermeiden, gibt es eine einfache aber erfolgsversprechende Strategie: Die 3-2-1-Regel. Sie kommt bei vielen Cocktails zum Einsatz, vor allem bei den Sours. Darunter fallen zum Beispiel Pisco Sour, Margarita, Sidecar.

Die 3-2-1-Regel bedeutet:

  • 3 Teile Spirituose
  • 2 Teile Säure
  • 1 Teil Süße

Whiskey Sour

Diese Regel funktioniert am besten, wenn:

  • Die Spirituose einen Alkoholgehalt von ungefähr 40%vol hat
  • Für die Säure frisch gepresster Zitronensaft verwendet wird, kein Zitronensaft aus der Flasche
  • Für die Süße Sirup mit einem Zucker zu Wasser Verhältnis von 1:1 verwendet wird. Dieser Sirup nennt sich im englischen: „Simple Syrup“

Wenn deine Zutaten davon abweichen und zum Beispiel deutlich stärker, saurer oder süßer schmecken, solltest du das Verhältnis entsprechend anpassen.

Den Cocktail nicht stark genug geschüttelt

Damit sich beim Abseihen eine schöne Schaumkrone bildet und die Zutaten und deren Aromen gut verbinden, musst du deinen Cocktail richtig gut schütteln. Der erste Shake, der Dry Shake, ist der wichtigste Schritt für eine gute Schaumkrone. Schüttele mindestens 12 Sekunden richtig kräftig, um das Eiweiß aufzuschäumen. Beim Wet Shake verbinden sich alle Zutaten und werden heruntergekühlt. Dabei solltest du auch kräftig schütteln, allerdings nicht mehr so kräftig wie beim ersten Shake.

Eiweiß im Whisky Sour: zu wenig, zu viel, zu alt

Mit der richtigen Menge Eiweiß wird dein Whisky Sour schön Cremig, kriegt eine ansprechende Schaumkrone und wird geschmacklich abgerundet. Wenn du zu wenig Eiweiß verwendest, bildet bleiben diese Effekte aus. Wenn du zu viel Eiweiß verwendest, schmeckt der Drink Fade und nicht mehr nach Whisky Sour. Hier sind zwei Näherungswerte an denen du dich orientieren kannst:

  • Maximal ein Eiweiß der Größe M pro Glas
  • Mindestens ein halbes Eiweiß der Größe M pro Glas

Qualitativ schlechte Zutaten im Cocktail

Die bisher beschriebenen Fehler lassen sich relativ einfach vermeiden, wenn du die richtigen Zutaten gekauft hast. Wenn deine Zutaten allerdings schlecht sind, helfen auch die 3-2-1-Regel oder kräftiges Schütteln nicht mehr. Darauf solltest du beim Kauf der Zutaten unbedingt achten:

  • Frische Eier! Wenn die Eier nicht richtig frisch sind, kann es passieren, dass der ganze Drink einen schwefeligen Beigeschmack bekommt und der Schaum unangenehm riecht. Wenn ihr keine frischen Eier bekommt, lasst sie lieber weg.
  • Zitronensaft selbst pressen, idealerweise aus Bio-Zitronen! Zitronensaft beinhaltet neben der Säure noch viele weitere leckere Aromen, die in fertig gepressten Säften aus der Flasche meist nicht mehr vorhanden sind. Am schlimmsten sind Säfte aus Zitronensaftkonzentrat. Mit Konzentrat-Säften wird euer Whiskey Drink leider nicht lecker.
  • Hochwertigen Whisky verwenden! Auch wenn manche Menschen denken, es wäre egal ob man bei einem Cocktail billigen Fusel anstatt hochwertigem Whisky verwendet – Ich kann euch aus Erfahrung sagen: es ist ganz und gar nicht egal! Ob guter Bourbon Whisky verwendet wird ist genau das, was einen billigen Dorfdisko-Drink von einem Weltklasse Whiskey Sour unterscheidet. Und das gute dabei: guter Bourbon Whisky muss nicht teuer sein! In meinem Kapitel Welcher Bourbon eignet sich für Whiskey Sour? Stelle ich einige günstige Whiskeys vor die hervorragend für einen guten Bourbon Sour geeignet sind.

Das falsche Ambiente für den feinen Bourbon Drink

Ein Cocktail wie der Whiskey Sour ist kein Drink für den Plastikbecher. Nimm dir Zeit für diesen Drink und zelebriere jeden Schritt, von der Zubereitung bis zum letzten Schluck. Besorge dir ein schönes Cocktailglas, wie zum Beispiel ein Old Fashioned-Glas oder ein Tumbler-Glas und garniere deinen Drink, sodass er auch für’s Auge etwas hermacht. Lege dir Musik auf die dir gefällt und trinke ihn zusammen mit guten Freunden oder Menschen die du gern magst. Wenn du die oben genannten Schritte mit dem richtigen Ambiente kombinierst, dann kannst du den perfekten Whiskey Sour genießen!


Whisky News


5 einfache Whiskey Sour Varianten & deren Anleitungen zum selber mixen

Der traditionelle Whisky Sour Mix wird zwar mit Bourbon zubereitet, andere Whisky-Sorten eignen sich aber auch hervorragend für unseren Lieblings Whisky-Cocktail! Ich stelle hier einige Rezeptideen vor:

Whisky Sour mit Single Malt Scotch Whisky

Schottischer Single Malt Whisky ist häufig ein wenig komplexer im Geschmack als Bourbon und kann Torfig und rauchig schmecken. Besonders Whisky, welche auf den Islay Inseln gebrannt werden haben starke Raucharomen. Im Whisky Sour verlängert torfiger Whisky den Abgang und bietet Kennern ein aufregendes Trinkerlebnis. Aufgrund des stärkeren Aromas des Whiskys habe ich die Rezeptur ein Stück angepasst. Viel Spaß mit dem Rezept zum Islay Whisky Cocktail:

Zubereitung

  • 5 cl rauchiger Single Malt Whisky
  • 4 cl frischer Zitronensaft
  • 2 cl Zuckersirup (Simple Syrup)
  • Eiweiß (optional)
  • 5 Eiswürfel

Zubereitung

  • Der erste Schritt nennt sich „Dry Shake“. Dazu alle Zutaten ohne Eis in einen Cocktailshaker geben und 12 Sekunden schütteln.
  • Dann folgt der „Wet Shake“. Dazu die Eiswürfel zu den anderen Zutaten in den Shaker geben und wieder 12 Sekunden schütteln.
  • Den Inhalt des Shakers in ein geeignetes Glas abseihen
  • Optional: Den Cocktail mit einer Orangenscheibe und einer Cocktailkirsche garnieren.

Whisky Sour mit Rye

Rye Whisky unterscheidet sich zu Bourbon durch die Herstellung und durch den Geschmack. Zum einen muss die Maische, aus dem die Spirituose hergestellt wird zu 51% aus Roggen bestehen (bei Bourbon sind es 51% Mais). Zum anderen schmeckt Rye ein wenig würziger und herzhafter als Bourbon. Das wirkt sich natürlich auch auf den Whisky Sour aus. Das schmeckt super und ist in jedem Fall einen Versuch wert!

Zubereitung

  • 6 cl Rye Whisky
  • 4 cl frischer Zitronensaft
  • 2 cl Zuckersirup (Simple Syrup)
  • Eiweiß (optional)
  • 5 Eiswürfel

Zubereitung

  • Der erste Schritt nennt sich „Dry Shake“. Dazu alle Zutaten ohne Eis in einen Cocktailshaker geben und 12 Sekunden schütteln.
  • Dann folgt der „Wet Shake“. Dazu die Eiswürfel zu den anderen Zutaten in den Shaker geben und wieder 12 Sekunden schütteln.
  • Den Inhalt des Shakers in ein geeignetes Glas abseihen
  • Optional: Den Cocktail mit einer Orangenscheibe und einer Cocktailkirsche garnieren.

Whisky Sour mit Ginger Ale

Ein wenig angelehnt an den ebenfalls sehr leckeren Cocktail Moscow Mule ist diese Variante. Ginger Ale und Whisky geben sich die Hand und verschmelzen zu einem Drink, der ein wenig süßer und vom Alkoholgehalt ein wenig schwächer ist als die bisher vorgestellten Varianten. Genau das richtige für einen heißen Sommertag, probieren lohnt sich!

Zubereitung

  • 6 cl Rye Whisky
  • 4 cl frischer Zitronensaft
  • 2 cl Zuckersirup (Simple Syrup)
  • Eiweiß (optional)
  • 5 Eiswürfel

Zubereitung

  • Der erste Schritt nennt sich „Dry Shake“. Dazu alle Zutaten ohne Eis in einen Cocktailshaker geben und 12 Sekunden schütteln.
  • Dann folgt der „Wet Shake“. Dazu die Eiswürfel zu den anderen Zutaten in den Shaker geben und wieder 12 Sekunden schütteln.
  • Den Inhalt des Shakers in ein geeignetes Glas abseihen
  • Optional: Den Cocktail mit einer Orangenscheibe und einer Cocktailkirsche garnieren.


Whisky Sour To Go

Manchmal muss es schnell gehen oder man hat keinen Zugang zu einer Küche oder Bar-utensilien. Beispielsweise beim Zelten, auf dem Festival, am Strand oder einfach wenn man unterwegs ist. Das stellt Whisky Sour Fans vor ein Problem: Wie mixt man in dieser Situation einen Whiskey Sour?

Doch auch dafür gibt es mittlerweile passende Lösungen und Alternativen. Ich möchte dir hier einige vorstellen:

  • Geheimtipp: Der perfekte Whisky Sour To Go ohne Pulver
  • Whisky Sour Pulver - Superschnell und flexibel
  • Whisky Sour fertig aus der Tüte
  • Geheimtipp: Der perfekte Whisky Sour beim Camping, Zelten, Outdoor, Festival und für unterwegs

    Du fährst campen oder auf ein Festival mit Freunden und willst sie mit einem gelungenem Whisky Drink überraschen, hast aber keine Lust deine ganzen Bar-Utensilien mitzuschleppen? Dann habe ich einen Geheimtipp für dich. Mit diesem Whisky Sour Survival Kit musst du an keinem Ort auf deinen Lieblings Drink verzichten.

    Vorbereitung

    • Whisky, Zuckersirup und Zitrone mischen und in einem verschließbaren Gefäß, z.B. Marmeladenglas mitnehmen, evtl. schon direkt mit Whisky mischen.
    • Die Dose Kichererbsen mitnehmen. Diese können dann später gegessen werden.
    • Von den Kichererbsen einfach entsprechend cl in das Gefäß leeren, schütteln und fertig ist der Whisky Sour.
    • Möglichkeiten zur Kühlung:
    • Eis aus dem Supermarkt/Tankstelle
    • Whiskysteine in die Kühlbox packen

    Zubereitung

    • Gebe den Whisky, den Zitronensaft und den Zuckersirup in das Marmeladenglas und schraube es kräftig zu.
    • Wenn du Lust auf deinen Whisky Sour hast, gebe zwei cl. des Wassers aus der Dose Kichererbse hinzu, verschließe das Marmeladenglas und schüttele kräftig für 15-20 Sekunden.
    • Fertig! Du kannst deinen Whisky Sour direkt aus dem Marmeladenglas trinken.
    • Wenn du dein Getränk gekühlt haben willst, kannst du folgendes ausprobieren:
    • Lege das Marmeladenglas und die Dose Kichererbsen in einen Fluss, um sie vorzukühlen.
    • Whiskysteine in die Kühlbox packen
    • Lege das Marmeladenglas und die Dose Kichererbsen in einen Fluss, um sie vorzukühlen.
    • Wenn du eine Kühlbox dabei hast, lege alle Zutaten vorher hinein.

    Whisky Sour Pulver - Superschnell und flexibel

    Ja, du hast richtig gelesen. Whisky Sour Instant Pulver gibt es wirklich. Alles was man braucht, um einen Whisky Sour zu mixen ist Whisky, Pulver und Wasser.

    Das Whisky Pulver ist nicht leicht zu finden, aber in manchen internationalen Shops erhältlich.

    Die Zutaten werden gemixt und - wenn vorhanden - in ein Glas mit Eis gefüllt.

    Vorbereitung

    • Whisky Sour Pulver, Whisky und Wasser in ein verschließbares Gefäß oder einen Cocktailshaker füllen.
    • Ordentlich schütteln.
    • In ein Gefäß mit Eis füllen.
    • genießen.
    • Whisky Sour fertig aus der Tüte

      Wenn du keine Möglichkeit hast, Zutaten zu mixen, weil du z.B. kein verschließbares Gefäß zur Hand hast, ist das kein Problem. Die italienische Firma NIO bietet auf ihrer Website fertig gemischten Whisky Sour aus der Tüte an. Anscheinend beinhaltet der Cocktail Bulleit Bourbon Whisky. Der ist ja zumindest bei frisch gemixten Whiskey Sours sehr empfehlenswert. Jedenfalls ist der Whisky Sour für die Jackentasche sicher einen Versuch wert.


      Whisky Sour in Bio, nachhaltig, alkoholfrei?!

      Bio Whisky Sour

      Wem ökologische Ernährung wichtig ist, muss auch beim Whisky Sour mixen nicht darauf verzichten. Alle Zutaten die man zur Zubereitung eines Whisky Sours benötigt, sind auch in Bio Qualität erhältlich:

      • Bio Zitronen erhält man in den meisten Supermärkten
      • Bio Zucker gibt es im Bioladen entweder als Vollrohrzucker oder auch als Bio Rübenzucker
      • Bio Whisky findet man in einschlägigen Onlineshops.

      Nachhaltige Strohhalme

      Ab 2021 sind Plastikstrohhalme in der EU verboten. Das ist auch gut so, denn es gibt viel nachhaltigere Alternativen:

      • Strohhalme aus Glas fühlen sich angenehm an und können wiederverwendet werden. Sie können außerdem einfach in der Spülmaschine gereinigt werden.
      • Strohhalme aus Metall können ebenfalls wiederverwendet und in der Spülmaschine gereinigt werden.
      • Strohalme aus Bambus können wiederverwendet werden, sollten aber per Hand gereinigt werden.
      • Kompostierbare Strohalme sind zwar für die einmalige Verwendung gedacht, sind aber dennoch nachhaltiger als Plastikstrohalme, da sie komplett biologisch abbaubar sind.

      Gibt es Whisky Sour auch Alkoholfrei? Ja!

      Für diejenigen, die auf Alkohol verzichten möchten, sich aber trotzdem einen feinen Drink genehmigen wollen, gibt es auch eine Lösung! Die meisten Spirituosenarten, darunter auch Whisky, gibt es mittlerweile auch in alkoholfreien Varianten zu kaufen. Diese Varianten findest du vermutlich nicht in deinem nächsten Supermarkt. Du kannst sie aber in einschlägigen Alkoholfrei-Online-Shops bestellen.

      den Alkoholfreien Whisky kannst du dann verwenden wie im Rezept oben beschrieben. Beachte aber, dass alkoholfreier Whisky häufig ein wenig süßer ist, als Whisky mit Alkohol. Dementsprechend solltest du weniger Zuckersirup verwenden. Der Whisky Sour ohne Alkohol schmeckt zwar nicht ganz wie das Original, kann aber eine Alternative sein.


      Highlights zu Whisky Sour

      Wo gibt's den teuersten Whisky Sour?

      Whisky kann richtig teuer werden. Erst im Oktober 2019 wurde der Rekord für die teuerste Flasche Whisky gebrochen. Bei einer Auktion des Auktionshauses Sotheby’s wurde für eine Flasche Macallan aus dem Jahre 1926 rund 1,6 Millionen Euro gezahlt. Ein Whisky Sour mit unserem Rezept würde mit diesem Whisky rund 138.000€ kosten!

      Whisky Sour Rekorde

      Der älteste Whisky im Besitz eines Menschen ist der Baker’s Pure Rye Whisky, welcher 1847 gebrannt wurde. Quelle: Guinness World Records.

      Die älteste Bourbon-Brennerei heißt Maker’s Mark und hat ihren Sitz in Loretto, Kentucky, USA. Sie besteht seit 1805. Und brennt bis heute guten Bourbon Whisky, den ich übrigens auch super als Einsteiger Whisky für Whisky Sour empfehlen kann. Quelle: Guinness World Records.


      Über mich

      Mein Name ist Georg Badden. Ich liebe Cocktails – vor allem Whisky Sour. Über die Jahre habe ich Whisky Sour in unzähligen Varianten verkostet, von der Kneipe um die Ecke bis hin zur Preisgekrönten Bar. Dabei habe ich einiges an Wissen und Erfahrung gesammelt. Zum Beispiel, dass ein richtig guter Whisky Sour nicht teuer sein muss!

      Den perfekten Whisky Sour zu mischen ist eine Kunst. Wenn die wenigen Zutaten eine gute Qualität haben und mit ihren feinen Aromen genau im richtigen Verhältnis zueinander stehen, entsteht ein wirklich besonderer Drink.

      Auf dieser Seite möchte ich meine Erfahrungen und meine Leidenschaft mit euch teilen und euch dazu ermutigen, auch mal selbst zu mixen. Probiert es aus, es lohnt sich!

      Whiskey Sour Georg

      Viel Spaß beim Mischen!

      Euer Georg